Mähh!
Witzig ist, dass kurz nachdem ich den letzten Post veröffentlicht hatte, Jono eine kleine Besprechung einberufen hatte.
Kann erstmal nichts Gutes heißen. Wir haben schon befürchtet, dass nachdem Kate gekündigt hat, er uns nun loswerde wollte, weil wir im Prinzip ihre Mitarbeiter waren. Aber es kam anders. Er wollte Jason & Nicola (die Engländer) und uns wieder auf der anderen Farm, der Kid Rearing Shed einsetzen. Wir sollten zu viert in einer Schicht arbeiten. Da stellten wir die Frage, wie das praktisch ablaufen solle, weil die Engländer kein Auto und wir nur drei Sitze hatten. Jono, auch Mr. Clusterfuck genannt hat erstmal irritiert geschaut, als würde er erwarten, die Deutschen Backpacker nehmen jemanden hinten im Van ohne Sitz mit. Da er selber zu beschäftigt ist, hat Nicola in Mt Sylvia beim melken geholfen.
Unsere eigentliche Aufgabe, das Kidsnatching wurde gecancelt, weil es zu wenig Geburten gab, die nicht im Verhältnis zu den hohen Gehaltsausgaben standen. Seltsam, dass René den Job, für den wir angestellt worden nie gemacht hat und ich nur knapp eine Woche ohne Erfolg. Wenigstens hatte Nicola Glück und hat Flopsey und Mopsey, unsere Goldstücke gesnatcht.
Ab dem nächsten Tag hieß es statt ausschlafen, um 4am aufstehen und um 5am mit Jason nach Grantham fahren und rund 400 Ziegen füttern. René hat zu der Zeit noch ein paar Mal die Nachtschicht in Grantham übernommen und sich im Schlaf eine goldene Nase verdient. Genau so wie es am meisten Spaß macht 🙂 Nach ein paar Tagen gab es dann einen Schichtwechsel, sodass wir drei in derselben Schicht waren und nicht ständig umher fahren mussten.
Das Problem Blähbauch hielt sich erstmal in Grenzen. Es war aber alles andere als perfekt. Seit Kate die Kidrearing Shed nicht mehr leitet, dürfen die Ställe der Babyziegen nicht mehr komplett ausgemistet werden. Die Sägespähne, mit denen die Ställe ausgelegt sind, leben förmlich 🙁 Durch die ganzen Bakterien nisten sich dort Fliegen ein, legen Eier, Maden schlüpfen und noch mehr Fliegen entstehen. In der Halle ist man teilweise durch einen Fliegenvorhang gelaufen. Insektenvernichtungsmittel hat bei der Anzahl nur bedingt geholfen. Wer keine proteinreiche Mahlzeit wollte, musste also den Mund zu machen 🙂 Auch nach der zehnten Bemerkung durften wir die Ställe nicht ausmisten, sondern nur frische Sägespähne drauf verteilen. Ein Glück gibt es dort noch Mitarbeiter, die Ahnung haben und das Beste aus der Situation machen! Alles in allem klingt die Situation schlimmer als sie ist. Den Ziegen geht es grundsätzlich gut, es gibt definitiv Schlimmeres!


Nach zwei Wochen in Grantham brauchte uns Jono wieder beim Melken in Mt. Sylvia. Das war uns ganz Recht, denn hier gab es mehr Arbeit und kurzerhand hatten wir 70 Arbeitsstunden in einer Woche zusammen. All die Anstrengung war beim Blick auf den Lohnzettel vergessen. Das Highlight nach einem anstrengenden Arbeitstag war dann das Füttern der kleinen Ziegen.
Gestern um 17 Uhr ging dann der langersehnte letzte Arbeitstag auf der Rosedene Farm zu Ende!
Yeah! Packen war angesagt! Eigentlich, aber so einfach wollte Mt. Sylvia uns nicht loslassen. In den letzten drei Tagen hat es fast ununterbrochen geregnet und gestern war der Regen besonders stark. Da Mount Sylvia in einem Tal liegt, lief das Regenwasser hier zusammen. Aus Intuition checkten wir abends unseren Van, der vor der Haustür in einer kleinen „Kuhle“ stand. Dort sammelte sich der Regen schon und wir befürchteten, dass es weiter steigt und im schlimmsten Fall Wasser reinläuft. Den Van aus der Wasserkuhle fahren war leichter gesagt als getan. Die ‚Pfütze‘ war schon tief genug, dass sich die Hinterreifen durchdrehten und der Van sich keinen Millimeter bewegte. Schieben half nicht und wir waren nur zu zweit auf der Farm. Scheiße! Cameron, der Eigentümer der Farm, der nur ein paar Minuten entfernt wohnt, war leider nicht erreichbar. Dann die rettende Idee! Eins von Camerons Autos stand vor der Tür mit steckenden Schlüssel. Damit konnten wir den Van dann aus dem Schlamm ziehen. Cameron, der wenig später zufällig vorbeigefahren kam, hatte zum Glück kein Problem damit. Ein Glück 🙂 Den Van haben wir dann sicherhaltshalber umgeparkt. Während es gestern dem Weltuntergang glich und sich im Garten schon ein Fluss bildete, scheint heute die Sonne, als wäre nichts gewesen. Nur die andere Straßenseite deutet auf den Regen hin, denn das Brachland hat sich dort zum Fluss entwickelt.
Die Gräben auf der Mount Sylvia Road sind womöglich etwas geflutet, sollen aber laut Wetterbericht bis morgen okay sein. Daher haben wir entschieden erst morgen zu fahren. So ein Gammeltag ist auch mal nötig 🙂

Wenn das Wetter so bleibt wie es ist, geht es morgen von der Goat Coast zur Gold Coast 😉
Drückt uns die Daumen 🙂











Das ist ja nicht nur ein „Mäh“ sondern ein ganzer Chor!
Übrigens wirkt René mit dem kleinen Zicklein auf dem Arm nicht ganz so glücklich wie Elisa 😉
Ich wünsche euch eine schöne Zeit, die die Strapazen der letzten Wochen vergessen lässt!
Gruß und Kuss von Mama
Hallo ihr beiden Ziegenbendiger :-D,
habe schon mit großer Spannung auf euren neuen Blog gewartet.Das macht ihr wirklich gut!!! NNach der wirklich harten Arbeit 😉 wünschen wir euch jetzt viele neue interessante Eindrücke u Erlebnisse sowie jede Menge Fun 😀 Bleibt schön gesund und lasst es euch gut gehen!!!
Ganz liebe Grüße und seid gefühlt gedrückt Gerd & Familie!
Der Bloq kam bei der Arbeit etwas zu kurz 🙂
Wir freuen uns jetzt auf jetzt auf das Reisen und genießen die Freiheit 🙂
Lasst es euch daheim gut gehen!