Bali – Reise nach Fernost (Teil 1)

Bali – Reise nach Fernost (Teil 1)

Nach drei Tagen Campen bei Minusgraden haben wir dem balinesischen Sommer richtig entgegengefiebert. Fünf Stunden Flug und einem Zwischenstopp in Darwin später, wurden wir, auch wenn es nachts war, wieder von der Sonne geküsst.

Um die Trauminsel und die Kultur der Balinesen kennenzulernen, nehmen wir uns vier Wochen Zeit.

Die erste Woche auf Bali haben wir an der Westküste in Kuta, Legian und Seminyak verbracht. Auch wenn jeder über Kuta, den Ballermann der Australier lästert, wollten wir uns davon auch ein Bild machen. Also buchten wir 6 Nächte im J4Hotel in Legian und bekamen bereits am ersten Abend einen treffenden Eindruck Kuta’s. Nach der kurzen Taxifahrt vom Flughafen kamen wir im Hotel an. Das liegt natürlich auf der Partymeile, ‚Jala Legian‘ und neben dem größten Nachtclub, ‚Skygarden‘. Die ersten Tabledancer konnten wir schon von der Straße sehen…na Hallulujah. Nach dem langen Tag ging es erstmal ins Bett.

Kuta's Hauptstraße - Jalan Legian am Tag

Kuta’s Hauptstraße – Jalan Legian am Tag

Tag 1

Der erste Tag startete beim Frühstück auf der Hotelterasse. Vom europäischen Frühstück à la Toast, Croissant, Müsli und Obst bis Reis und Fischsuppe war alles dabei. Ohne nachzudenken ging es ins kulinarische Abenteuer! Anschließend liefen wir die Jala Legian entlang und wurden von jedem Händler für Krimskrams oder Motorräder angequatscht.

Gedenkstätte des Bombenanschlags 2002 in Bai

Gedenkstätte des Bombenanschlags 2002 in Bali

Den Kulturschock mussten wir erstmal  am Double 6 Beach in Seminyak verdauen. Nach einer Abkühlung und einem traditionell balinesischen Essen im Warung Murah schauten wir uns den Sonnenuntergang an. Das ist nämlich das tägliche Ritual auf Bali. Gekrönt wird dieses mit dem balinesischen Bier, Bintang.

Double 6 Beach, Seminyak

Double 6 Beach, Seminyak

Als wir am ersten Abend noch nach einer kleinen Bar suchten, fanden wir eine mit viel Liebe eingerichtete Oase im chaotischen Kuta. Das Poppies Restaurant ist ein kleiner überdachter Garten und die Esstische stehen in mit Palmen umrankelten ‚Nischen‘. Noch größere Augen bekamen wir als der bestellte Pina Colada in einer handgeschnitzten Kokosnuss serviert wurde.

Pina Colada im Poppies

Pina Colada im Poppies

Tag 2

Am zweiten Tag haben wir uns langsam an das Gewusel gewöhnt und fingen an, die Zeit zu genießen. Also ging es raus an den Pool und Sonne tanken. Wir wollen schließlich gebräunter sein als ihr, wenn wir zurückkommen 🙂 Nachdem wir reichlich entspannt und unsere nächsten Tage geplant haben, musste ein Mittag/Abendessen am Strand inklusive Bintang und Sonnenuntergang her!

Sonnenuntergang in Seminyak

Sonnenuntergang in Seminyak

Tag 3

Der dritte Tag war perfekt für einen Vormittag im Spa. Spas gibt es in Bali an jeder Ecke und sind ein bezahlbares Wunder. Also liefen wir zum ‚Reborn‘ auf der Sunset Road und wurden mit einer Ganzkörper- und Fußreflexzonenmassage verwöhnt. Nach insgesamt zweieinhalb Stunden saß jeder Knorpel wieder wo er hingehört und wir fühlten uns dem Namen nach ’neugeboren‘. Anschließend fuhren wir mit dem Taxi an der Westküste nach Canggu zum Echo Beach. Vom Echo Beach aus liefen wir 4km am Strand entlang bis zum Batubelig Beach.

Kerobokan Beach

Kerobokan Beach

Surfer Echo Beach

Surfer Echo Beach

Den schwarzen Sand sah man hier ganz deutlich – Bali ist eine Vulkaninsel. Abends schlenderten wir auf dem Obstmarkt in Kerobokan herum und probierten die für Indonesien typischen Früchte, Schlangenfrucht und Mangosteen. Yummy!

Salak Fruit - auch Schlangenfrucht genannt.

Salak Fruit – auch Schlangenfrucht genannt.

Salak Fruit - auch Schlangenfrucht genannt.

Salak Fruit – auch Schlangenfrucht genannt.

Mit ’nem Kilo Obst im Gepäck liefen wir die 9km zurück zum Hotel. Dabei kamen wir am Tempel Pura Petitenget vorbei, den wir ohne traditionellen Sarong nur von Außen anschauen konnten. Fazit: Laufen ist anstrengend 🙂

Schwarzer Sand in Canggu

Schwarzer Sand in Canggu

Tag 4

Da uns der Pool schon vermisst hat, haben wir diesem natürlich einen Besuch abgestattet. Den Nachmittag haben wir mit dem täglichen Ritual Essen am Strand und Sonnenuntergang am Double 6 Beach genießen, ausklingen lassen.

Sonnenuntergang in Seminyak

Sonnenuntergang in Seminyak

René war anschließend bei einem balinesischen Barber, der ihm trotz Kommunikation mit Händen und Füßen eine flotte Frise für wenig Geld verpasst hat.

Tag 5

Heute war es Zeit für den ersten Trip. Am günstigsten und flexibelsten kommt man auf Bali mit einem Roller von A nach B. Alles was man braucht ist ein internationaler Führerschein (obwohl ich bei den Einheimischen eher zweifle) und viel Mut. Also Helm auf und rein in das Chaos. Erster Stopp war der Double 6 Beach zum Surfen. Nachdem wir durchgespült wurden und die ein oder andere Welle standen, ging es weiter zum Pura Tanah Lot, dem Wassertempel. Die einstündige Fahrt ohne googlemaps mit ungefähr drei Straßenschildern war auch schon ein Abenteuer für sich.

Tanah Lot, Bali, Indonesien

Tanah Lot, Bali, Indonesien

Das Besondere am Pura Tanah Lot ist, dass man ihn nur bei Ebbe erreichen kann. Auch wenn es hier nur von Touristen wimmelt, ist es wunderschön die Sonne hinter dem Tempel untergehen zu sehen!

Pura Tanah Lot

Pura Tanah Lot

Tag 6

Nach dem letzten Frühstück im J4 war Umziehen angesagt. Also haben wir die Rucksäcke gegriffen und sind zur nächsten Unterkunft, den Balangan Cottages nach Jimbaran gefahren. Die simplen aber atmosphärischen Balangan Cottages sind für die folgenden vier Nächte unser Heim, während wir Jimbaran, den Fischerort und Uluwatu, den südlichste Zipfel Bali’s erkunden. Nachdem wir unsere Rucksäcke abgestellt haben, sind wir mit dem Roller zum 3km entfernten Balangan Beach gefahren.

Balangan Beach

Balangan Beach

Am Strand gab es viele kleine Restaurants mit Blick auf das Meer, die Seafood Noodles für wenig Geld anbieten. Zum Surfen ist der Balangan Beach für uns Anfänger weniger geeignet, dafür ist es beeindruckend den Pro’s beim Wellenreiten zuzuschauen.

Eine kalte Coke Bitte

Eine kalte Coke Bitte 🙂

Seafood Noodles

Seafood Noodles, Balangan Beach

Trotz geringer Entfernung zwischen Kuta und Jimbaran, ist am Strand ein großer Unterschied bemerkbar. Der Balangan Beach ist natürlicher, sauberer und weniger überlaufen. Fazit: Wer kein Fan vom Massentourismus ist, sollte sich nicht zu lange in Kuta aufhalten.

Sonnenuntergang, Balangan Beach

Sonnenuntergang, Balangan Beach

Abends haben wir uns in Balangan auf dem Markt Saté Spieße in Erdnussbutter besorgt, die René am nächsten und übernächsten Tag ziemlich bereut hat.

Tag 7

Mit Bananen-Pancakes von Andy, dem ‚Manager‘ der Cottages fing der Tag gut an. Gestärkt fuhren wir zum Fischmarkt in der Jimbaran Bay, auf dem die Händler ihren frischen Fang unter die Leute bringen.

Mobiler Verkaufsstand - sehr typisch in Bali

Mobiler Verkaufsstand – sehr typisch in Bali

Am Strand sahen wir ein Boot nach dem Anderen, das mit schweren Eisblöcken bewaffnet war und kaum ablegen konnte.

Mit voller Kraft...

Mit voller Kraft…

Fischerboote in der Jimbaran Bay

Fischerboote in der Jimbaran Bay

Die Satéspieße vom Vorabend forderten einen ruhigen Nachmittag, sodass wir zurück Homestay fuhren.

Die erste Woche auf Bali verflog wie im Wind und die Erholungsphase ist in vollem Gang. Hier kann man das Leben auf jeden Fall genießen.

Die andere Seite Balis haben wir bereits nach wenigen Tagen kennengelernt. Bei der Trauminsel Bali darf man trotz Palmen und Paradis-Flair nicht vergessen, dass ein Großteil der Einheimischen in Armut Leben. Was für uns ein billiges Mittagessen ist, ist für die Balinesen teilweise viel Geld. Bei einer Rollerfahrt durch Balis Straßen sieht man schnell den am Straßenrand herumliegenden Müll. Armut, Müll und die durch die vielen Verkehrsmittel verschmutzte Luft sind wohl eines der Probleme auf Bali. Trotzdem haben die Einheimischen so gut wie immer ein freundliches Lächeln auf dem Gesicht, besonders wenn man das ein oder andere Wort auf indonesisch weiß 🙂

Die Schattenseite Bali's

Einfache Hütten am Echo Beach

Bali Teil 2 folgt in einer Woche 🙂

Wir wollen gar nicht wissen, was in Deutschland nach dem grandiosen Spiel gestern los ist. Die Balinesen sind jedenfalls ganz aus dem Häuschen. Jedes Mal, wenn wir erzählen das wir aus Deutschland sind, werden wir auf die WM angesprochen und die Namen der Spieler der Nationalmannschaft kommen von den Balinesen wie aus der Pistole geschossen 🙂

Seid gedrückt & genießt die Sonne in Deutschland.

 

2 Kommentare zu “Bali – Reise nach Fernost (Teil 1)

  1. Onkel Jörg

    Hallo Ihr beiden das freut mich aber das es Euch so gut geht, ich arbeite gerade in Stade bei Dow Chemical u. konnte hier gerade nach getaner Arbeit passend zum WM Sieg das auslaufen der MS Deutschland auf der Elbe geniesen mit Deutschlandhymne u. grüsse an die WM Helden, ja so ein Hype ist hier noch, Bis bald u. eine schöne Zeit Euch noch

    1. René

      Na das ist ja cool! Hier auf Bali sind auch alle WM verrückt und haben mitgefiebert 🙂 Hoffe euch gehts allen gut und viele Grüße!

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